Hanna Ahrendt - und die verschiedene Inhaltselemente in Typo 3. Ein Versuch. Die junge Studentin Hannah Arendt begeistert sich für Literatur und Philosophie, weshalb sie nach Marburg kommt, um hier bei dem talentierten Martin Heidegger ein Denken kennenzulernen, das nicht nur bloßes Wissen-Wollen ist. Im leidenschaftlichen Denken kommen sich beide näher, so nahe, dass es bald lange Schatten auf ihr Leben wirft. In Marburg gedenkt man nun der großen Schriftstellerin und Philosophin.

In Gedenken an Hanna Ahrendt

Gedenktafel Hanna Ahrendt in Marburg
Gedenktafel an Hanna Ahrendt in Marburg / Foto: Virtueller Schulungsraum

Biografie

Arendt, geboren in Hannover, wächst in Königsberg auf, promoviert 1928 in Heidelberg und setzt ihre wissenschaftliche Arbeit in Berlin fort. Als Kritikerin des Nationalsozialismus und Jüdin gefährdet, flieht sie 1933 nach Paris, wo sie sich der World Zionist Organization anschließt.

Nach Kriegsbeginn in Frankreich interniert, gelingt ihr 1941 die Ausreise nach New York. Sie schreibt für die deutsch-jüdische Exilzeitung "Aufbau", ist für die Conference on Jewish Relations tätig und schreibt ihr Hauptwerk "Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft".

1951 wird sie US-amerikanische Staatsbürgerin und lehrt an verschiedenen Universitäten. 1961 nimmt sie als Berichterstatterin am Eichmann-Prozess in Jerusalem teil und veröffentlicht 1963 das kontrovers diskutierte Buch "Eichmann in Jerusalem. Ein Bericht über die Banalität des Bösen".

TYPO3-SCHULUNGSRAUM

MEHR ÜBER HANNA AHRENDT

GENDERNEUTRALES SCHREIBEN
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Nach Arendt ist die „Weltlosigkeit“ der „Überflüssigen“ als Zustand der Nichtzugehörigkeit zu einem politischen Gemeinwesen, eine Form der Barbarei, auf die sie mit der Forderung nach einem einzigen Menschenrecht antwortet: dem „Recht, Rechte zu haben“ – von Geburt an.

Foto: Hannah Arendt

Kein Mensch hat das Recht zu gehorchen.

Hanna Ahrendt

Was bleibt

Sie ist eine der größten Denkerinnen des 20. Jahrhunderts. Eigensinnig, angreifbar, manchmal widersprüchlich, aber immer anregend.

  • In diesem Herbst wäre Hannah Arendt 116 Jahre alt geworden.
  • Ihr Schaffen liegt weit zurück, ihre Thesen aber sind aktueller denn je.
  • Was wir von Arendt über eigenständiges Denken und die Wirkung totalitärer Systeme lernen können.

 

Hanna Ahrendt auf dem Kulturkritikerkongress
Hanna Ahrendt auf dem Kulturkritikerkongress / Foto: privat

Ihre Hauptthese ist, dass ein totalitäres Regime nicht nur nach Macht und Herrschaft strebt, sondern den Raum des Politischen selbst zerstört – und damit die Fähigkeit des Menschen zu gemeinsamem Handeln. Totalitäre Herrschaft will nicht nur strafen und überwachen, inhaftieren und töten. Sie erklärt die Bürger außerhalb der Gefängnismauern zu verfügbaren Körpern, zu »überflüssigen« Menschen.

360°-Campustour der Universität Leipzig

Flashcards

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Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheueren Ungeziefer verwandelt.

 

Jemand musste Josef K. verleumdet haben, denn ohne dass er etwas Böses getan hätte, wurde er eines Morgens verhaftet. »Wie ein Hund!« sagte er, es war, als sollte die Scham ihn überleben.

Die Verwandlung. Kafka.

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Hanna Ahrendt auf dem Kulturkritikerkongress
Foto: Hannah Arendt

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